Eidg. Jugendmusikfest Burgdorf

16 Jahre ist es her, dass die Jugendmusik Altstätten zum letzten Mal an einem Eidgenössischen Jugendmusikfest teilnahm. Vergangenes Wochenende meldete sich die Altstätter MusikantInnen am 17. Schweizer Jugendmusikfest in Burgdorf auf dem Schweizer Jugendblasmusik-Parkett zurück  - und dies mit vollem Erfolg! 

Monatelang wurde intensiv geprobt, fleissig zu Hause geübt und sich mental darauf vorbereitet. Das Orchester von 22 JugendmusikantInnen wurde für den Grossevent durch 20 StadtmusikantInnen 2 KadettenmusikantInnen und eine externe Oboistin aufgestockt. Trompetenspielerinnen wurden zu Posaunistinnen, eine Flötenspielerin und eine  Baritonsaxophonspielerin wurden zur Schlagzeugerinnen und ein Trompetenspieler zum Tubisten umfunktioniert - die Altstätter MusikantenInnen zeigten vollen Einsatz. Nach dieser intensiven Vorbereitungszeit war es für die JMA am Wochenende vom 21. und 22. September endlich soweit. Das Schweizer Jugendmusikfest in Burgdorf - die grösste Musikveranstaltung für Schweizer Nachwuchstalente - stand an. Rund 106 Vereine aus der ganzen Schweiz, massen sich an diesem Wochenende in den verschiedenen Kategorien. Darunter waren auch die 45 Altstätter MusikantInnen sowie zwei Begleitpersonen und der Dirigent, welche an diesem Wochenende einen grossen Teil dazu beitrugen, dass das Emmental bebte. Am Samstag stand die traditionelle Parademusik an. „Ins Land hinaus“ heisst der Marsch, denn die Jugendmusik auswendig zum Besten gab. Gekrönt von zwei Bären und zwei roten Sternen an der Spitze, konnten sie eine hervorragende Punktzahl von 83.33 erzielen, was den 11. Platz in der Kategorie M bedeutete. 

Brachiale Brasstöne und Gänsehaut-Momente zum Erfolg 

Nach einer turbulenten Nacht in der Turnhalle (auf extrem bequemen Luftmatratzen und Turnmatten) stand für die MusikantInnen am Sonntag die Konzertmusik auf dem Programm. In der Kategorie Mittelstufe musste die JMA als erstes Orchester um 9 Uhr das Aufgabenstück „Darklands Legends „ und das Selbstwahlstück „Pilatus: Mountain of Dragons“ zum Besten geben. Brachiale Brasstöne, Gänsehaut-Momente und hervorragend gespielte Solos berührten sowohl die Jury, wie auch das Publikum und die MusikantInnen selbst. Diese exzellente Leistung zeigte sich schlussendlich auch an der Rangverkündigung: Mit 89.66 Punkten im Aufgabenstück und 87.66 Punkten im Selbstwahlstück erreichte die JMA einen Durchschnitt von 88.6 Punkten. Dies bedeutete für die Altstätter den sechsten Rang von insgesamt 21 Vereinen, welche sich in diesem Wettspiellokal massen. Stolz auf dieses Resultat ist nicht nur der Dirigent und die MusikantInnen sondern auch ganz Altstätten – dies zeigte sich deutlich beim Empfang am Sonntagabend bei welchem die Jugendmusik von wehenden Vereinsfahnen, Eltern, Grosseltern, Stadträten, der Stadtmusik Altstätten sowie weiteren Zuschauern empfangen wurde. Ein würdiger Abschluss für ein Wochenende, welches voller Emotionen war. (cw) 


Gönneranlass 2019

Am Donnerstag, den 12. September fand der alljährliche Gönnerabend der Gönnervereinigung statt. Nach dem Apéro im Chunrat, bei dem die Jugendmusik ihr Wettspielstück für das Eidg. Musikfest in Burgdorf präsentierte ging es für das Nachtessen in den Färbertrinerhof. Bei einem gemütlichen Abend mit Speis und Trank und musikalischer Unterhaltung von jukeBRASS lies der Präsident der Gönnervereinigung, Titus Schmid, das Jahr der Stadtmusik Revue passieren. Fotos sind hier zu finden.

 

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Chilbifäscht

Gestern fand das traditionelle Chilbifäscht am August Markt statt. Das Wetter spielte fast mit und wir wurden nur kurz nass.

 

Hier einige Fotos.


Ständchen Pflegeheim

Kurz vor den Sommerferien besuchten wir das Haus Sonnengarten für ein Ständchen. Dies ist traditonell unser Abschluss vor den fünf Wochen Sommerferien. Nach den Sommerferien geht es Schlag auf Schlag weiter mit der Rheintaler Wallfahrt nach Einsiedeln am 17. August, der Forstmesse am 18. August und dem Chilbifäscht am 19. August.


Musik, die Geschichten erzählt

Der Rheintaler, Max Pflüger, 25.06.2019

Am Sonntagabend lud die Stadtmusik zum jährlichen Kirchenkonzert. Im Mittelpunkt stand die Symphonie Nr. 1, «New Day Rising», des amerikanischen Komponisten Steven Reineke.

Programmmusik bestimmte das Kirchenkonzert der Stadtmusik Altstätten. Dabei handelt es sich um Musik, die von einer Geschichte inspiriert ist und diese lautmalerisch wiedergibt. Filmmusik für das Kopfkino. Zuerst mit einer Sage aus der japanischen Mythologie «The Legend of Amaterasu», dann mit Bildern vom grossen Erdbeben von 1906 in San Francisco «New Day Rising».

 

Immense Probenarbeit geleitet

Die Darbietung der beiden sehr anspruchsvollen Werke zeugte von der enormen Probenarbeit der Stadtmusik unter der Leitung von Benjamin Zwick. Die eindrücklichen Bilder von Unruhe, Katastrophe, besinnlichen Stunden, wieder aufkeimenden Hoffnungen und neuen Perspektiven gestalteten die Musikantinnen und Musikanten mit nahezu professioneller Virtuosität.

Stimmung, technische Beherrschung der Instrumente, Dynamik, Rhythmik und Musikalität, da stimmte einfach alles. Die rund 60 Musiker füllten die evangelische Kirche mit gewaltigem Brausen und ganz feinen und gefühlvollen Klangwelten. Und immer wieder begeisterten talentierte Solisten die Zuhörer. Stellvertretend für alle anderen sei hier Maria Lütolf mit ihrem tollen Keyboardsolo im ersten Satz der Reineke-Symphonie erwähnt. Maria Lütolf setzte sich gegen Ende des Stücks an die Orgel, die sie ebenfalls mit viel musikalischem Talent erklingen liess. «The Legend of Amaterasu» von Eric Swinger erzählt die Geschichte der japanischen Göttin von Sonne und Licht «Amaterasu» und ihrem wilden und ungestümen Bruder «Susanoo», dem Sturmgott.

 

Jurierte Komposition präsentiert

Unterstützt von der Göttin der Freude und ihrem Tanz sowie vom Lachen der übrigen Götter gelang es ihr schliesslich, sich durchzusetzen und ihren tobenden Bruder zu vertreiben. Die Sonne scheint wieder jeden Tag. Mit dieser Komposition trat die Stadtmusik Ende Mai am Kantonalmusikfest in Lenggenwil vor die Jury.

 

In vier Sätzen schildert die Symphonie Nr. 1, «New Day Rising», von Steven Reineke die dramatischen Ereignisse von 1906 in San Francisco. In «City of Gold – Stadt in Gold» malt die Musik ein lebendiges Bild der Stadt San Francisco zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Goldrausch, Lebensfreude, pulsierendes Leben und viel Verkehr. «Nocturne – 17. April 1906, Vorabend der Katastrophe», die Ruhe der Nacht legt sich über die Stadt, doch unvermittelt bricht in den frühen Morgenstunden das Unheil ein: Im kraftvollen Percussionsolo bricht die Stadt zusammen. «And the Earth Trembled – und die Erde zitterte». Menschen wimmern, nachgezeichnet durch die feinen Klänge singender Gläser. Rettungskräfte eilen herbei und Militär marschiert ein. Sie retten, was noch zu retten ist, helfen. Und schliesslich «A New Day Rising – ein neuer Tag dämmert». Im majestätischen Finale schöpfen die Menschen Hoffnung und bauen die Stadt wieder auf.

 

In einer verdienten Standing Ovation bedankten sich die Zuhörer für die erlebnisreiche musikalische Stunde. Das hochstehende Konzert liessen die Stadtmusikanten mit dem klingenden Konzertmarsch «Mercury Contest March» von Jan Van der Roost ausklingen.

 

Fotos sind hier zu finden.